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Yacht-Artikel: Meer ohne Wasser

Nun beschäftigt sich auch die Yacht 17/2019 mit der Problematik im Steinhuder Meer. Der Sprecher des Niedersächsichen Landesamtes für Wasswirtschaft tischt wieder die These auf von der Verdunstung bis zu 2 cm am Tag! Horst Schäfer vom YCN beschwert sich bei der Yacht einerseits über die unrichtigen Fakten, andererseits über unangemessen Skandalisierung der Frage des Wasserstandes.

Die These von der Verdunstung von bis zu 2 cm am Tag kommt mir sehr komisch vor.

Ich rufe Euch auf, bei der Sachverhaltsaufklärung mitzuhelfen.

  1. Wieviel Wasser wird bei der Schlammabsaugung mit entnommen und fliesst es wieder zurück, wenn ja wie?
  2. Wird für die Wiedervernässung des Torfabbaugebietes Wasser aus den StM entnommen, wenn ja wieviel?
  3. Wieviel Wasser fließt in den Meerbach pro Tag?
  4. Kann das mit der Verdunstung von 2 cm physikalisch und rechnerisch zutreffen?
  5. Info bitte an RainerSchade@wsv-stm.de

Nicht zu vergessen, dass durch die Verfüllung der ehemaligen Deipen mit Schlamm infolge von Missmanagement, die wichtigsten Zulaufquellen im StM wohl versiegt sind. Wer ist eigentlich dafür verantwortlich?

In ihrem Rundschreiben vom 18.07.2019 informiert die Wettfahrtvereinigung über ein Gespräch mit dem NLWKN, Herrn Kurre. Danach sei das Absinken des Wasserstandesn zu 90-95 % durch Verdunstung und zu 5-10% durch den Ablass am Wehr verursacht. Will sagen: Is eben so - kamma nix machen. Sehr fragwürdige These!

Der Zulauf erfolgt nach Informationen von Geologen durch eine Quelle in den ehemaligen Deipen. Die sind jetzt durch Missmanagement verschüttet und deswegen hat sich der Druck auf die Quelle so erhöht, dass sie keinen Zulauf mehr liefert. Entfernt den Schlamm aus den Deipen!

Ebenso wie hier lautet die Schlagzeile in der HAZ vom 11.7.2019. Gemessen wurden 93 cm Wasserstand. Zwei Tage später dazu ein Interview mit dem Bootsverleiher in Steinhude. Viele Leserbriefe beweisen, dass das Thema die Menschen beschäftigt. Selbst die FDP mit Stefan Birkner ist jetzt drauf gesprungen.

Und wo bleibt die NOTGEMEINSCHAFT Steinhuder Meer, unsere Interessenvertretung?

Wasserstand

Unter der TelefonNr. 05033/2609 gibt es eine automatische Ansage des Wasserstandes nebst Wassertemperatur und Windstärke/- richtung. Die Ansage gibt den Wert des Pegels am Wilhelmstein über 36,77m NN an. 100 cm bedeutet dann also 37,77m über NN. Nach dem Betriebsplan des Wehres darf der Wasserstand angeblich 38,05, also 128 cm nicht übersteigen. Keine Ahnung, warum das so sein muss.

Im März 2018 hatten wir am Pegel Wilhelmstein dann aber doch 146 cm, niedrigster Wasserstand waren im Herbst 77 cm.

Beim Baden habe ich immer wieder festgestellt, dass das Steinhuder Meer in weiten Bereich stärker vermoddert ist, als erwartet. Dort wo das Echolot, noch 0,8 m Wassertiefe angibt, ist tatsächlich nur etwa 50-60 cm reines Wasser, danach beginnt seichter Modder, der nach unten immer dichter wird.

Nun ist im Westenmeer eine Ausweitung  das Naturschutzgebietes vorgesehen. Da sich dort im Gegensatz zu den letzten Jahren der Wasserstand gebessert hat, ist dies für uns Segler äußerst ärgerlich. 

Im Dezember hatte die Landtagsabgeordnete Wiebke Osigus zu einem Informationsabend bezüglich der Umweltmaßnahmen am Steinhuder Meer eingeladen. Sehr viel ist trotz einer sehr emotionalen Diskussion nicht dabei heraus gekommen. Es wird in diesem Winter nur das ausgebaggert, was in dem Jahr wieder neu dazukommt. Leider darf aus Gründen der Renaturisierung des Moores kein Schlamm mehr dort abgelagert werden. Grundsätzlich besteht die Bereitschaft zur weiteren Entschlammung, aber keiner weiss, wohin damit.

Und darüber hinaus gibt es schon den ersten Entwurf zu Ausweitung des Naturschutzgebietes im Westenmeer. Damit wird die besegelbare Wasserfläche noch einmal reduziert. (s. dazu "Naturschutz überzieht")

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