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Hilfe kommt zur rechten Zeit
HAZ-Sommereinsatz unterstützt den Segelverein in Mardorf: Handwerker und Aktive reparieren ihren Sportgeräte- und Materialschuppen

Von Mirko Bartels Mardorf. 

Die Corona-Krise hat die Vereine in der Region Hannover getroffen. Mit der Initiative Sommereinsatz helfen die HAZ und die STIFTUNG Sparda-Bank Hannover kleinen Vereinen bei handwerklichen Einsätzen. Die Aktion geht dieses Jahr in ihre vierte Runde. Ein Verein, der profitieren konnte, ist der Wassersportverein Steinhuder Meer. Dort hieß es für die Aktiven am Wochenende früh aufstehen. Die rührige Truppe hatte sich für einen HAZ-Sommereinsatz beworben und war prompt ausgewählt worden. Gemeinsam mit Zimmermann Heiner Thiermann haben die Mitglieder nun ihren Sportgeräte- und Materialschuppen im Anbau des Vereinsheims am Steinhuder Meer auf Vordermann gebracht. Die Außenwände und Teile des Dachgiebels hatten in den vergangenen Jahren sehr gelitten und konnten den Anforderungen nicht mehr nachkommen.
Vieles ist liegen geblieben.

Für uns ist das eine große Hilfe“, sagt Rainer Schade. Der Vorsitzende weiß, wie viel in diesem Jahr bei Vereinen durch die Corona-Krise liegen geblieben ist – nicht nur finanziell. Vereinsleben und Arbeitseinsätze mussten vielerorts verschoben werden. „Da kommt eine Unterstützung gerade recht.“ Gerade die kleinen Vereine träfe die Pandemie hart. „Wir haben rund 80 Mitglieder zwischen sechs und 87 Jahren und befinden uns zusätzlich zur allgemeinen Situation sozusagen gerade in einem Generationswechsel“, sagt Schade. Dem Vereinsleben tue das zum Glück keinen Abbruch: Viele fleißige Helfer waren gekommen, um anzufassen. Jung und Alt arbeiteten an diesem Vormittag auf dem Seegrundstück mit direktem Zugang zum Binnenmeer einträchtig zusammen. Mal mit mehr Erfahrung – mal mit mehr Schwung. „Das spiegelt unser Vereinsleben gut wider. Die Mitglieder profitieren voneinander.“ Es sei ein gutes Miteinander, sagt Schade – nicht nur auf dem Wasser. „Viele Mitglieder starten von hier aus Radtouren oder kommen außerhalb der Segelsaison vorbei, um einfach mal einen Klönsnack zu halten“, so der Vorsitzende. Die Anwesenden stimmen ihm zu. „Wenn ich das Gelände betrete, ist das wie Eintauchen in eine kleine Urlaubswelt“, sagt Wolfgang Genschow. Er kommt aus Achim bei Bremen und ist seit mehr als 20 Jahren im Verein aktiv.

Es wird nicht nur gesegelt
Im Anbau wurde fleißig gewerkelt. Säge, Hammer und Akku-bohrer mussten herhalten, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen – immer begleitet auch vom Fachmann. Neue Außen-wände, eine kleine Giebelreparatur und passende Halterungen für diverse Sportgeräte standen auf der Agenda, denn im Verein wird mittlerweile nicht mehr nur gesegelt. „In den vergangenen Jahren hat sich im sportlichen Bereich viel bei uns getan“, sagt Schade.

Der sinkende Wasserstand habe die Mitglieder bewogen, sich zunehmend auch mit kleineren Booten zu beschäftigen. Für die Jüngsten gibt es Optimisten, die Größeren steigen dann auf Jollen der Laser-klasse um. Moderne Einflüsse kamen immer wieder auch von den jungen Aktiven und haben sich durchge-setzt: Surfen und Stand-up-Paddeln stehen bei den Mitglie-dern aller Altersgruppen hoch im Kurs. „Wir haben sogar schon Wasseryoga auf den Brettern veranstaltet“, sagt Schade.

Wer sich für den Wassersportverein Steinhuder Meer interessiert, wird im Internet fündig. Unter www.wsv-stm.de gibt es viele Informationen.

Quellenangabe: Neustadt vom 15.09.2020, Seite 1
Die neue Fassade